Studium bei Walter Dahn von 2004 bis 2008.
Walter Dahn für Dagmar Hauth:
"Die Natur addiert, subtrahiert, multipliziert, potenziert. Immer und endlos... „Die angewandte Mathematik“ zeigt uns die Natur als Mathematiker als Philosophen. So ist reale „Mathematik“ dann auch eine Form der Poesie. Und somit der Kunst! Die Kunst geht so wenig wie wirkliches Leben je verloren. Und manches, gerade in der Kunst, erscheint nur einmal und ganz eigen/artig. Vielleicht weil das Einmalige so wesentlich ist. Wie unser Leben. Es tendiert immer zwischen Freiheit und Abhängigkeiten.
Davon spricht Dagmars Arbeit. Von diesen Polen. Jede kristalline Festigkeit ihrer ist immer auch: Labiles Gleichgewicht. Und wie unser ganzes Leben Teil eines Größeren, Gemeinschaftlichen. Da sind ihre statischen Formen, Formulierungen, die beweglich werden und Bewegliches das ganz statisch, auch „stationär“ wird und wirkt. Das sind „Denkformen“ die sie, mit unterschiedlichsten Mitteln (Papier, Ton, Bronze, Stahl, Kartoffeln, Holz etc.) auf ihr wirkliches Wesen reduziert vorschlägt. Auf diese Skulptur gewordenen Denkformen, diese Vorschläge, konnte ich von Anfang an sehr gut eingehen."
Braunschweig, 7.7.2008